KINO im LANDL

KINO im LANDL

BOALÂNDIA

Sonntag, 22. März 2026
Beginn um 18:30 Uhr, Filmbeginn um 19:30 Uhr
im LOKAL LANDL, Finsterwalderstraße 1 in Stephanskirchen

Am Sonntag den 22. März zeigen wir den Film BOALÂNDIA von Mathias Reitz Zausinger im Lokal LANDL in der Landlmühle. Kuratiert und organisiert wird der besondere cineastische Abend von Rudi und Maria Finsterwalder.
Der Regisseur ist zu Gast, gibt uns eine kurze Einführung und lädt nach der Vorführung zum Gespräch.
Es gibt Caipirinha und Naturwein sowie eine Kleinigkeit zum Essen.

Um Reservierung wird gebeten, da die Plätze begrenzt sind: https://lokal-landl.de/ 

Mathias Reitz Zausinger:
„Vor vier Jahren haben wir begonnen einen Film über das Filmemachen zu drehen. Eingenommen hat uns die Kraft gelebter Diversität.

Nach vielen Monaten der Recherche in São Paulo und Rio de Janeiro zu Kultur und Aktualität von Straßenkinos, die in Brasilien so lebendig sind, haben Patrik und ich uns entschieden einen Film über diesen Aktivismus zu machen. Straßenkino bedeutet hier, in Brasilien, den Marginalisierten eine Stimme, der strukturellen Gewalt eine Silhouette und vor allem den je eigenen Vorstellungen einer utopischen besseren Zukunft einen Raum zu geben. Das Filmemachen als Raum, in dem die gemeinsamen Träume ausreifen und ansteckend werden können.

Diesen Film zu machen bedeutet aber auch, soziale Realitäten zu dokumentieren, die blinde Flecken im öffentlichen Gesellschaftsbild sind. Wie das Illegale Roden des Regenwaldes in oder an den Grenzen der terras indígenas oder die Polizeigewalt in den Favelas. In der Zusammenarbeit mit den Kollektiven haben wir aufwühlende Momente miterlebt und viele Geschichten gehört, die uns tief betroffen gemacht haben. Die letzten Jahre waren aber vor allem reich an Begegnungen und geteilten Momenten mit den Menschen, die unsere Freunde geworden sind ...

Menschen, die mit ihrer Stimme, ihrem Ausdruck und ihrem Elan auf improvisierten Bühnen das Selbstbewusstsein einer wachen jungen Generation repräsentieren.

Viele Szenen unseres Films sind in Zusammenarbeit und engem Austausch, mit geteilten Fertigkeiten und geteiltem Equipment entstanden. Daraus hat sich eine Eigendynamik entwickelt und über immer neue Kontakte sind wir Teil eines Netzwerks politischen Widerstands geworden. Diese Eigendynamik führte uns weg von der Beobachtung der Straßenkinos hin zu ganz anderen Orten. Wir haben begonnen mit den Augen unserer Protagonist:innen zu sehen ..."

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KulturKlub Rosenheim